Ich verlasse den Dienst feedly zu Gunsten meiner eigenen Nextcloud. Die gesammelten Feeds konnte ich ex und importieren. Allerdings hab ich im laufe der Jahre einige Artikel markiert zu denen ich mal was schreiben wollte. Die mir auf jeden Fall irgendwie wichtig waren. Mehr markiert als jemals geschrieben … wie das halt so ist.

Es wäre zu schade diese gesammelten Links einfach zu löschen. Das wäre unwürdig. Also sitze ich hier, mit einem Glas Baileys und tippe ein paar Zeilen.

Harte Leben von Ärzten

In den ersten Lebensjahren meines Sohnes waren wir häufiger bei Ärzten. Ich glaub das ist normal mit Babys und Kleinkindern. Also Eltern kann man häufig vieles nicht richtig einschätzen und macht sich mehr Sorgen als vermutlich notwendig. In dieser Zeit haben wir viel Zeit in Wartezimmern verbracht und ich hab mich viel über die Rezeptionistinnen in den verschiedenen Praxen aufgeregt. Gefühlt gibt es immer 100 Notfälle und deswegen muss man halt auch mit Termin immer warten.

Als ich dann den Kinderdok mit seinem Blog entdeckt habe, war ich doch einigermaßen ernüchtert. Die andere Seite der Medaille ist eben auch nicht so prickelnd. Als Einstieg in die Materie sei euch der Beitrag Ein ganz normaler Notfalldienst ans Herz gelegt.

Erziehungsfrage

Medienzeiten. Schon als ich Kind war gab es Tipps und Streitigkeit zum Thema „Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen“. Ich kann mich noch gut erinnern, wenn meine Mutti mit einem Artikel in der Tageszeitung, oder noch schlimmer TV Movie um die Ecke kam. Nicht das sie bei mir irgendwas eingeschränkt hätte. Ich hatte schon mit 8 meinen eigenen Schwarz/Weiß Fernsehr und kann mich noch gut erinnern wie ich heimlich abends (ich sollte schlafen) den Fernseher eingeschaltet habe und so zufällig das erstemal Star Wars gesehen habe. Total faszinierend.

Ich durfte also machen was ich wollte und zum Glück meiner Mutter war ich immer relativ Verantwortungsvoll und hab aus meinen eigenen Fehlern gelernt. So hab ich mal einen Michael Dudikof Film geschaut (Ninjas und so) in dem Menschen mit Holzpflogs aufgespießt wurden. In der kommenden Nacht träumte ich von meinen Klassenkameraden die im benachbarten Wald von den Ästen hingen. Ich schaute einige Jahre solche Filme nicht mehr. Fehler machen und draus lernen. Soooo wichtig.

Im April 2018 gab es dann eine Welle von Artikeln und Kommentaren zu dem Thema im Netz. Lesenswert im großen ist das der Beitrag von Das NUF. Das wichtigste ist dabei das Fazit:

Die Hauptarbeit ist vermutlich mit sich selbst zu klären, warum man das alles so bedenklich findet. Stellt man eigene Wertvorstellungen/Ästhetikempfindungen/Meinungen zur sinnvoller Freizeitbeschäftigung vor tatsächliche pädagogischen Bedenken? Worüber genau sorgt man sich*? Sieht man es vielleicht als Kränkung weil die Kinder plötzlich eigene Vorstellungen von Freizeit haben, die immer weniger die Eltern berücksichtigen?

Und das entspricht total meiner Vorstellung. Witzigerweise hat mein Sohn in diesem Sommer Fortnite gespielt. Also wirklich den ganzen Sommer. Mit allem was dazu gehört. Und ja, ich bin auch mal Nachts aufgewacht weil mein Sohn brüllend vor der X-Box gesessen hat. Er hat einfach weitergespielt nach dem Mama und Papa eingeschlafen sind.

Aber nach der ersten heißen Phase wurde das spielen von alleine weniger. In den Sommerurlaub fahren war kein Problem und da hat er auch keine Sekunde seine xBox vermisst. Er kommt auch mittlerweile zum Essen runter wenn man ruft und lüftet sein Zimmer freiwillig. Alles ohne Zwang. Wir haben ihm seine Freiheit gelassen, seine Freizeit so zu gestalten wie er es möchte und er dankt es uns damit ein guter Junge zu sein.

Weniger Regeln und Zwänge …. und weniger auf sich schauen. So ne gute Sache.

Ruhestand?

Ich werde in ein paar Tagen 40ig und entsprechend wird mein Umfeld auch immer etwas älter. So kommt das Thema Ruhestand immer häufiger auf den Tisch. Und auch wenn ich noch bestimmt 27 Jahre arbeiten muss, mache ich mir so meine Gedanken wie meine Zukunft so aussehen soll. Da hat mit die Geschichte von Masako Wakamiya schon sehr beeindruckt. Mit 60 in Rente, dann was mit Computer gemacht und Bücher geschrieben und zu guter Letzt mal eben Apps entwickelt.

Das will ich auch. Aber nicht erst im Alter. Aber im Alter immer noch….

Smartwatches

Interessieren mich eigentlich nicht die Bohne. Aber wenn ich von einem Linux für Smartwatches lese, werde ich sofort kribbelig. Ich glaub, das liegt daran das ich bei alle den modernen Sachen immer das Gefühl habe, das die von den Herstellern künstlich beschränkt werden. Und wenn ich dann von OpenSource lese, keimt die Hoffnung auf das doch noch ein Feature für mich dabei raus springt. Aber tatsächlich kann ich für mich noch immer kein Mehrwert für eine Smartwatch finden …. man ey.