Die Luft ist raus

Seit ich im Homeoffice bin, denke ich darüber nach, ein Auto abzugeben.

Unsere Autos sind beide finanziert. Vor Jahren haben wir uns entschieden, dass es besser ist ein neues Auto zu fahren, als auf ein neues Auto zu sparen. Und damit sind wir sehr glücklich.

Wenn das Auto aber nur vor der Tür steht, tut der monatliche Abtrag schon irgendwie sehr weh. Leider sieht es wohl so aus, dass ich nach der Pandemie bzw. in den Pandemie-Pausen regelmäßig ins Büro muss. Ich muss also nach Westerstede fahren. Das sind zwar nur 25 km, aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im besten Fall eine Reise von 1,5 Stunden. Meine Frau arbeitet auch Vollzeit und der Arbeitsweg ist ähnlich schlecht.

Dennoch behaupte ich steif und fest: Wenn sich die Möglichkeit ergibt, geben wir ein Auto weg.

Am Mittwoch komme ich dann mit den Hunden vom Gassi heim und sehe, dass der Vorderreifen auf der Beifahrerseite platt ist. Total genervt bringe ich die Hunde rein, hole den kleinen Kompressor für Notfälle aus dem Kofferraum und zünde den Motor. Es dauert eine ganze Weile, bis der Reifen gefüllt ist. Ich fackel nicht lange und fahre direkt zur Werkstatt.

Den ganzen Abend und den nächsten Morgen ärgere ich mich. Ich fühle mich ziemlich verloren, weil ich keinen PKW habe. Ich baue den Schreibtisch um und brauche sicher Materialien. Ich muss zum Baumarkt und zum Bürofuzzie, weil ich vielleicht ne neue Tastatur möchte. Und nen neuen Schreibtisch und solche Dinge.

Zum erste Mal seit 24 Jahren bin ich ohne Auto und nicht mehr unabhängig. Ich will mein Auto nicht abgeben. So vernünftig das auch auf vielen Ebenen ist. Das wird noch ein schwerer Kampf mit mir.

2 Kommentare

  1. Fahrgemeinschaft 1 Tag die Woche?

    Das geht auch mit eBike gut

  2. alphathiel

    5. Februar 2022 um 9:56

    Ich muss hier mal Smileys einbauen. Ich hab dein grinsendes Gesicht vor Augen, bin mir aber nicht sicher.