Ausländer raus – die Polizei war da

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Am Freitagabend war Taxi-Thiel wieder unterwegs. Junior mit Schatzi wollten nach Oldenburg zu einer Hausi.

Ich bin irgendwie verwundert, warum mein Sohn auf eine Hausparty in der Oldenburger Innenstadt „geladen“ ist und beobachte, wie er nach dem Aussteigen wie selbstverständlich auf Typen zu geht und diese begrüßt. Typen die, ich würde sagen 3 – 4 Jahre älter sind. Naja, er wird 17 und ist anscheinend außerhalb dieser vier Wände ein kommunikativer Typ. Zu mindestens sagen das die Blicke der Personen um ihn herum.

Einige Stunden später werde ich wach geklingelt und darf den Junior uns seine Freundin wieder einsammeln. Sie steigt schon mal hinten ins Auto, während er sich noch von Leuten verabschieden muss. Während wir warten, erzählt H. mir, dass vorhin die Bullen da gewesen sind. Es wurde dieser Ausländer raus Song gespielt und das fanden Anwohner wohl nicht toll.

Der Witz: Die jungen Menschen, die beim Hinbringen und beim Abholen da so vor der Tür standen und Ihre „Kippe“ rauchten, sind definitiv die Gruppe Mensch die Nazis meinem, wenn Sie „Ausländer raus“ rufen. Es ist also nicht davon auszugehen, dass hier echte Nazis anwesend waren.

Aber es ist dann halt auf eine schräge Art witzig, diesen Song zu spielen und mitzusingen, wenn der auf den großen Festen verboten ist und wenn die Medien darüber berichten. Und dann sind Menschen halt doch wieder kindisch und meinen das gar nicht so. Und vielleicht meinten die Sylt-Party-Menschen das auch gar nicht so.

Dass das nicht geil ist (und war und sein wird) ist klar. Dennoch passiert sowas und dann muss man halt reden und erklären und nicht hysterisch schreien.


Eine Antwort zu „Ausländer raus – die Polizei war da“

  1. […] Es ist so ermüdend, weil es so vorhersagbar ist: Nachdem der öffentliche Diskurs entscheidend dazu beitrug, Layla zum deutschen Sommerhit 2022 zu machen, wird es dieses Jahr dann Ausländer raus. […]

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