Jupiters Legacy – Das Netflixprinzip – Langeweile als Kunst verkaufen | 0041

Mit Comics konnte ich nie wirklich was anfangen, aber dennoch hatte mich die ganze Superhelden-Thematik absolut gereizt. Immer schon. Und so waren die ersten Marvel MCU Filme für mich eine Offenbarung. Wirklich. Und dann hab ich auch die DC Serien wie Flash und Arrow geliebt. Weil diese Serien das Genre nicht so ganz ernst genommen haben und seichte Unterhaltung versprochen haben. Und dann kamen die ersten MCU Netflix Serien und waren der Hammer. Bis hier hatte man alle Facetten der Menschlichkeit und damit auch der Heldenhaftigkeit betrachtet.

Und jetzt könnte ich MCU und auch das Arrowverse bis in alle Ewigkeit weiterschauen. Und damit ist dann alles gut. Das Problem ist nur, das es noch sooo viele andere Superhelden gibt und vor allem so viele andere Content-Delivery-Network die alle etwas verkaufen wollen.

Bei den MCU Netflix-Serien hat mich die Schwermut allerdings schon sehr genervt. Muss ich zugeben. Man konnte mit den Charakteren schnell mitfiebern und ist deswegen dran geblieben und wollte wissen wie es weitergeht (bzw. muss ich da noch einige Staffeln schauen) aber ein wenig hat man immer einen Stein im Herzen der einen Runterzieht. Und so sehr ich den Gedanken gut finde zu zeigen: Jeder hat sein Päckchen zu tragen, egal ob Superheld oder nicht!, ertrage ich diese Art von Unterhaltung nur bedingt und in kleinen Dosen.

Aber die Serien hatten ja Erfolg und so adaptiert man das Prinzip jetzt auf neue Serien, da man ja keine Disney-Helden mehr produzieren darf. Und so haben wir jetzt Jupiters Legacy vor der Nase. Und auch hier ist man ab Sekunde 2 Neugierig wie es weitergeht. Und es werden in 2 Folgen diverse Handlungsstränge aufgemacht: Wie sind die Superhelden entstanden, welche Problem haben die mit dem Älter werden, mit neuen Generationen von Superhelden und interne Konflikte.

Und nein Leute … ich bin da raus. Das ist mir zu anstrengend. Mein eigenes Leben ist ziemlich gut und ich hab ziemlich wenig Probleme und warum soll ich mich mit fiktiven Problemen von fiktiven Lebewesen beschäftigen.

Und ganz wirklich geht mir das Netflix-Baukasten-Prinzip wirklich auf den Sack. Haben die nicht nen Algorithmus um die Serien zu bauen? Leute … der Funktioniert nur so ein bisschen. Diese Superhelden-Serien sind keine Superhelden-Serien. Das sind sehr sehr langsam erzählte Seifenopern, denen man Superhelden-Kostüme angezogen hat. Das Prinzip des langsamen Erzählens ist dabei ein Stilmittel, bei dem der Zuschauer, glaubt er, hat etwas mit Qualität vor sich. Qualität, weil sich die Serie Zeit nimmt. In Wirklichkeit ist es nur verdammt günstig und einfach. Boah, Netflix beginnt mit auf den Sack zu gehen.

2 Kommentare

  1. Aber „the Boys“ hast du geguckt?

  2. alphathiel

    13. Mai 2021 um 12:30

    Ja, the Boys hab ich angefangen zu schauen. Problem 1) … einige Kollegen hatten mir schon die besten Szenen erzählt. Man wollte mich neugierig machen. Problem 2) So blieb nur die nervige Geschichte (ich will nicht spoilern) und auch The Boys hat mir keinen Spass gemacht. Aber vielleicht liegt es an mir. Vielleicht mag ich diese Art der Unterhaltung einfach nicht.

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