Gedanken zur Energiekrise

Die „angebliche“ Energiekrise (dazu gerne mal bei Fefe lesen … z.b. hier und hier), in der wir hier stecken ist ja so ein Thema. Man könnte sich hier ganz wunderbar über die Misswirtschaft aufregen und allen die Schuld geben. Das löst aber keine Probleme.

Von der Politik ist irgendwie nicht viel zu erwarten (mindestens so lange, bis ich Kanzler bin). Also muss man, wie immer, schauen, was man selber machen kann. Und tatsächlich haben wir die letzten 10 oder 15 Jahre nach dem Motto „Zahlen und freundliche bleiben“ gelebt und uns um Energiesparen keine großen Gedanken gemacht. Das war und ist ein Luxus, den wir uns einfach gönnen. Jetzt redet aber jeder und alle über Strom und Gasverbrauch. Man bekommt mit, was andere für geringe Kosten haben und dann wundert man sich schon. Dann schaut man bei seinem Gas-Anbieter nach und wundert sich, dass man deutlich mehr Gas verbraucht hat.

Hier muss ich schauen, was geht. Genau wie beim Strom. Darüber werde ich hier natürlich berichten.

Und vielleicht macht sich Industrie und Handel auch mal Gedanken dazu. Und vielleicht auch die Gesellschaft. Muss wirklich jedes Produkt immer und zu jederzeit schnell verfügbar sein? Muss der Einzelhandel zwischen 12 und 16 Stunden am Tag geöffnet sein? Wäre etwas mehr Verzicht und mehr Planung, nicht eine gute Sache für alle?

2 Kommentare

  1. Ich würde jetzt einmal die These in den Raum werfen, dass der Energiebedarf bei Einzelhändlern nicht wirklich viel sinkt, wenn diese ihr Ladengeschäft früher schließen, es würde aber dann für einige Berufsgruppen wieder Nachteile geben, weil diese eben immer nur in den Randzeiten einkaufen können. Im schlimmsten Fall müssten die dann an Tankstellen ihre Lebensmittel kaufen und dafür mehr Geld ausgeben.

    Was anderes sind Energieintensive Industrien. Mit denen habe ich kaum Mitleid, weil die meisten in den letzten 20 Jahren kaum in erneuerbare Energien und anderen Technologien zur Energieeffizienz investiert haben, weil sich in Abhängigkeiten zu vergeben einfacher und bequemer war. Das rächt sich jetzt, ebenso wie sich rächt, dass in den letzten 16 Jahren die Unternehmen, die zum Beispiel Solarzellen produziert haben, in Deutschland nicht unterstützt wurden, weswegen sie Pleite gegangen sind. Das fliegt uns jetzt um die Ohren!

    • Alexander Thiel

      30. September 2022 um 9:41

      Hi Sven,

      zum Thema Einzelhandel … da schreibe ich nochmal nen ausführlichen Beitrag. Da muss ich viel viel weiter ausholen.

      Mfg der Alex