Mit meinen Mitmenschen bin ich eher so der harte Typ. Ehrlich. Ich Spende kein Geld für irgendwas wo Menschen geholfen wird. Die Tafeln finde ich eine Kack Idee und ich hab keinen Mitleid mit HartzIV Empfängern.

Dennoch bin ich für ein besseres Sozialsystem und finde das wir uns das Leisten können und müssen. Darum geht es hier Grade aber gar nicht.

Es geht darum wie wenig Mitleid ich mit lebenden und sterbende Menschen habe. Der Tod lässt mich kalt und die Trauer um Tote empfinde ich als extrem egoistische Handlung.

Umso mehr wunderte mich folgende Begebenheit:

Unser Hund Keks hatte eine unschöne Wucherung am Bein. Tierarzt diagnostiziert so eine Art Warte (Originalzitat). Wegschneiden …. Klar.

Bein rasiert und lokale Betäubung gespritzt. Jetzt muss das noch wirken. Dann wird geschnibbelt. Während wir also auf die Wirkung warten, trifft im Nachbarraum eine schreiende Katze ein.

Wirklich laut und erbärmlich. Keks wurde sofort sehr nervös. Man merkte ein wenig Hektik im Nebenraum. Dann ein menschliches Schluchzen und die Tierärztin teilt dem Katzenfrauchen mit das Ihr Tier eingeschläfert werden muss. Ganz schnell. Es leidet.

Das Schluchzen wird lauter. Und mir schiessen die Tränen ein. Selbst jetzt, wo ich die Situation nur beschreibe passiert das wieder.

Warum hab ich mit einem Tier mehr Mitleid als mit Menschen? Vll ist es gar nicht so. Mein Vater ist vor gut 30 Jahren gestorben. Vielleicht schütze ich mich mit meiner Härte? Keine Ahnung.

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