Die große Unsicherheit

Aktuell schreiben diverse Bloggerinnen darüber wie sie die ganze Pandemie-Phase bisher erlebt haben. Gerne in chronologischer Reihenfolge. Gefühle und Gedanken. Eine gute Sache, vor allem wenn die Geschichte in 20ig Jahren alles verzehren wird. Das sind dann Zeitzeugen-Dokumente. So wie, wenn heute auf einem Dachboden Briefe zwischen Alber Einstein und seiner Geliebten gefunden werden.

Und wenn ich die Zeilen dann lese, dann fallen mir sofort all die Sachen ein, über die ich in den letzten Wochen schreiben wollte, es dann aber nicht getan habe.

Aber warum habe ich meine Gedanken nicht runtergeschrieben? Keine Zeit? Keine Lust? Keine Ruhe? Ja … ein wenig von allem. Aber hauptsächlich war ich mir nicht sicher was meine Meinung, meine Wahrheit war oder ist.

Und das geht wohl vielen so. Deswegen haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Deswegen gibt es Proteste gegen Maskenpflicht. Deswegen meldet sich jeder Promi im Netz mit seiner Meinung zu Wort. Und dann lese ich etwas und denke: Was für ein Bullshit. Und dann lese ich etwas anderes und denke das gleich. Beide Artikel widersprechen sich aber. Und alles scheint falsch zu sein.

Vor allem darum, weil man die Wahrheit nicht wahrhaben möchte. Aber was ist die Wahrheit? Ist die Wahrheit die Geschichte die mir am meisten Hoffnung gibt? Oder vielleicht die Geschichte die mir recht gibt? Ich weiß das nicht.

Diesen Artikel habe ich begonnen, bevor mein Arbeitstag begann. Seit dem sind 11 Stunden vergangen. Und jetzt denke ich schon wieder anders. Überlege, was ich wohl mit diesen Sätzen aussagen wollte und ob ich das noch immer so meine.

Corona …. eine merkwürdige Welt hast du geschaffen.

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