Was soll man nur mit Mastodon*?

Das hier ist ein Servicebeitrag für Holger, der sich scheinbar diese Frage stellt. Das Sternchen hab ich gesetzt, weil sich diese Frage ja eigentlich auf alle sozialen Netzwerke bezieht.

Egal ob Facebook, MySpace, FFN-Funcity (verdammt, das gibt es ja noch immer), irgendwelche Foren oder die guten alten Newsgroups, es gibt immer drei Arten von Nutzern:

Die Konsumenten – Der Konsument such einen Ort, an dem ihm alles wichtig des Tages an einem Platz geboten wird. Die Nachrichten des Tages, ein paar Sinnsprüche, ein paar gute Gags, ein wenig Gossip und die neuesten Deko-Ideen. Eigentlich alles das, was die Tageszeitung und das Wochenblatt früher geliefert hat, jetzt einfach am Smartphone erhalten. Nur der Leserbriefe und damit die eigene Meinung sind schneller veröffentlicht.

Die Creator – Menschen, Redaktionen oder Firmen, die Ihre Inhalte in das soziale Netzwerk spülen. Hier geht es nicht um das soziale Miteinander, hier geht es darum, Inhalte zu platzieren und Reichweite zu generieren. Der Creator möchte nur minimal mit seiner Community agieren, auch wenn er was anders vorgaukelt. In einem Chat mit Person X kann er nichts gewinnen, nur Zeit verbraten.

Die Netzwerker – Diese Leute sind wirklich daran interessiert, neue Menschen kennenzulernen. Manchmal nur auf der Suche nach Menschen, die sich für dieselben Themen interessieren oder auf der Suche nach Hilfe bei der Findung einer Problemlösung. Manchmal ergeben sich Freundschaften daraus (Hallo Daniel) und manchmal bleibt es eben bei dem fachlichen Austausch.

Update 23.01.2023: In meiner ursprünglichen Fassung habe ich mich hier etwas verrannt, darum schreibe ich den Teil nochmal

Wenn man sich also die Frage stellt, ob man Dienst x oder y nutzen möchte, dann muss man sich zuerst fragen: Welcher Typ bin ich? Was will ich in dem Netzwerk erreichen? Mit den Antworten auf diese Fragen geht man dann auf den Dienst los und schaut, ob man diese umgesetzt bekommt. Für einen Creator ist sicherlich ein Plugin für seinen Blog ne gute Wahl. Ein Netzwerker muss sich mit dem Führen von Listen auseinandersetzen und natürlich auch die richtige Software für sich finden. Und der Konsument … der scrollt halt.

2 Kommentare

  1. Im Prinzip hast du den Artikel nicht nur für Holger geschrieben, sondern für alle, die sich fragen, was sie mit Social Media sollen. Mich eingeschlossen.

    Da ich diese Frage für mich nicht abschließend geklärt habe, bin ich halt inkonsequent. Das hat der Holger ja auch mitbekommen, denn er hat sich auf meinen Artikel bezogen.

    Wie nennt man die eigentlich in Social Media, die zwar wie du die Blogartikel dort teilen wollen, sich aber auch austauschen wollen, allerdings nichts mit dieser ganzen Empörungs-Hysterie am Hut haben und ausgerechnet wegen letzterem den Schwanz dort auf den Plattformen eingezogen haben? Die finde ich bei deiner Kategorisierung nicht, würde mich aber genau dort dazu zählen.

    • Alexander Thiel

      20. Januar 2023 um 13:26 Uhr

      Ja natürlich ist das für alle gedacht, aber ich stichel Holger halt gern.

      Und tatsächlich hab ich mich ein wenig im Artikel verloren und hab das Thema nicht vollständig aufgelöst. Da muss ich noch mal ran und das zu Ende denken. Und dann … ja dann kann ich sicher auch deine Frage beantworten.

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