Mein letzter persönlicher Umzug ist tatsächlich bereits 12 Jahre her. Im August 2006 sind wir in unser Eigenheim gezogen. Wahnsinn. Ist das lange her. Damals war ich bei vielen anderen Umzügen vertreten und dadurch waren bei meinem Umzug auch viele Helferlinge am Start. Dank guter Vorbereitung* sind wir in wenigen Stunden mit dem gesamten Hausstand im Haus gewesen. Haben dann die Gäste verköstigt und dann waren wir alleine mit unserem Glück.

Ich werde nie vergessen, wie ich den ersten Morgen aufgewacht bin und durch mein ganz neues Haus gegangen bin. Alles roch so neu. Alles war so sauber. So wenig Dinge standen rum. Ein wenig wie im Möbelhaus aber doch ganz persönlich. Es war alles unser.

Ich weiß noch wie ich dann ins heute Gästezimmer ging und was suchte. Dort haben wir alles reingestopft was wir erstmal nicht brauchten. Schrecklich … da war der ganze Müll. Vieles davon landete später auf dem Dachboden oder auf dem Sperrmüll. Hätte man schon vor dem Umzug aussortieren müssen.

Bei den vielen Umzügen, bei denen ich geholfen habe, habe ich wirklich alles erlebt. Wohnungstür auf und nur einen Stapel leerer Kartons vorgefunden. Mit einem Zettel: Fangt schon anzupacken. Bin um 14 Uhr von der Arbeit da. Sofas die nicht durch den Flur passten und dann über Carport => Garage => Fenster in das Wohnzimmer geschleppt wurden. Umzüge wo der Garten noch gemacht werden musste oder Umzüge wo das Catering im Mittelpunkt stand. Erstmal was früthstücken … jetztn nen Tee? Hier ich mach uns was zu mittag … schnell noch nen Bier. Zum Packen kam man gar nicht so recht.

Dann gab es da noch die Gechichten wo man eine Wohnung ausgeräumt hat und eigentlich am nächsten Tag losfahren wollte. Aber man war so gut drauf und grade im Fluss und ist dann einfach gleich losgefahren. Die Nacht durch. Und dann am nächsten Tag noch bis in die nächste Nacht hinein Möbel aufgebaut. Das war schon alles toll. Immer ertwas Abenteuer, denn irgendwas klappte immer nicht wie geplant. Werkzeug fehlte, etwas war kaputt und so weiter.. Zwischendurch totale Verzweiflung und dann die Glücksgefühle wenn alles geschafft war.

Irgendwie Schade das man das nicht mehr so muss. Aber man hätte auch gar nicht mehr die Zeit. Wenn ich heute ein solches Umzugswochenende planen wollte müsste meine Frau dafür frei nehmen um Hunde und Kind zu hüten. Und man würde sich ärgern das man die gemeinsame Freizeit für „andere“ aufgibt.

*wir haben noch bis 22 Uhr Abends im neuen Haus gewerkelt. Fussleisten anbringen und putzen. Dann in die alte Wohnung, und angefangen einzupacken. Gemerkt das nichts geht. Total müde. Also geschlafen von 00 bis 04:00. Dann bis 7 Uhr alles eingepackt und schnell los den Möbelwagen holen, denn um 9 Uhr standen alle Umzugshelfer vor der Tür. Ei das war knapp.

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