Kranker Hund

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Vor 12 1/2 Jahren haben wir Keks in unseren Haushalt geholt. Eine weißer Goldendoodle. Schön, lieb zu anderen Tieren und Kindern aber stur und wenige Kuschelbedürftig. Aber unser Keks.

Sein Jagdinstinkt konnten wir ihm nicht abtrainieren und so ist es kaum möglich Ihn freilaufen zu lassen. Die Grundstücksgrenzen konnten wir ihm nur mit Hilfe eines Zauns begreifbar machen. Aber es ist eben unser Keks.

Autofahren findet er doof, was jede Reise zur kleinen Tortour macht und das eine Mal als er in einer Hundepension war und auf der Türschwelle umgekehrt ist, weil er nicht mit mir nach Hause wollte – das sitzt immer noch tief. Aber es ist eben unser Keks.

Als Welpe (siehe oben) mehr Eisbär als Hund. Aber eben unser Keks.

Seit bestimmt einem Jahr merken wir, das Keks alt wird. Spaziergänge werden kürzer, er bleibt einfach stehen und will zurück. Ballspielen und ähnliche Dinge gibt es nur noch kurz. Dann kam eine Phase wo er zum erstmals überhaupt aktiv unsere Nähe gesucht hat. Gefolgt von einer Phase wo er nur noch im Flur liegt.

Arthrose im Hüftgelenk. Rutsch häufig weg und hat Schmerzen. Physio, Schmerztabletten und so weiter. Jetzt seit 2 Wochen geht es ihm noch schlechter. In den letzten Tagen spitzt es sich mehr zu. Der Bauch bläht auf, er übergibt sich, atmet schwer. Morgen geht es zum Arzt. Mal sehen was genau jetzt los ist.

Wir haben immer gesagt das wir unsere Tiere nicht leiden lassen wollen. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Wann leidet er zu viel? Leidet er überhaupt? Aktuell ja. Ist es nur eine Magenverstimmung oder vielleicht ein Tumor? Gibt es morgen eine Aufbauspritze und alles ist wieder tiptop? Ein Einlauf um sich zu lösen? Oder müssen wir den letzten Weg gehen?

Wünscht man sich eine Erlösung für das Tier oder für einen selbst?

Viele Fragen, viele Gedanken. Es ist doch nur ein Hund – aber es ist unser Keks.