An einem Samstag im Frühling hatten die Hunde mich lange schlafen lassen. Wir kamen erst um 10 Uhr aus dem Haus. Wir liefen eine unsere üblichen Runden und kamen an die Wiesen hinter der Siedlung, in der wir leben. Diese war frisch abgemäht worden. Der Bauer war also fleißig, während ich schlief.
Aber noch früher unterwegs waren die tollen Leute der https://wildtierrettung-ammerland.de/. Die haben mit Ihrer Drohne die Wiese nach Jungtieren abgesucht und diese mit einem Korb gesichert. Ich kann, das daran erkennen, dass auf der Wiese eine rote Fahne gesteckt ist und drumherum hohes Gras. Der Bauer hat diese Stelle ausgelassen.
Und obwohl ich Fleisch esse und nichts gegen Massentierhaltung tue und nicht der beste Mensch der Welt bin, freue ich mich darüber, dass hier ein junges Tier gerettet wurde.
Vor einigen Wochen dann, es ist inzwischen Spätherbst, sehe ich eine Gruppe Männer in olivgrünen Klamotten und grell oranger Schutzweste über die Wiese stapfen. Ein mulmiges Gefühl macht sich in mir breit. Ca. 10 Minuten später, ich befinde mich bereits wieder im Wohngebiet, höre ich 4 Schüsse. Ein Tier musste sein leben lassen.
An dieser Geschichte ist so vieles Falsch.

