Durch mein Arbeit hatte ich schon häufiger mit Nutzern der Telekom Homepage Produkte zu tun, die auf einmal eine dicke Rechnung erhalten haben. In der Rechnung wird Ihnen ein genutzter Webspace berechnet.

Webspace ist praktisch der Festplattenspeicher den man im Internet für seine Homepage hat. In den verschiedenen Homepage Produkten gibt es unterschiedlich großen inklusiven Webspace. Bei der Homepage Basic z.B. sind das 4 GB. Überschreitet man den Inklusiven Webspace stellt die Telekom einen das in Rechnung.

Die Gefahr bei diesem Rechnungsposten ist, er wird dynamisch erzeugt. Hab ich bereits 3,9 GB Webspace belegt, und lade noch ein Datei von 200 MB hoch, hab ich den inklusiven Webspace überschritten und bekomme im nächsten Monat eine entsprechende Rechnung, selbst dann wenn ich die Datei sofort wieder lösche. Die Dynamik ist natürlich an sich ne gute Sache. Würde ein Forum nicht mehr beschrieben werden, weil der Webspace voll ist, wäre das der Tod für das Forum. Vor allem dann, wenn der Betreiber das nicht zeitnahe bemerkt. Dennoch will man ja kein unnötigen Kosten produzieren. Was kann man also tun:

Im Homepagecenter findet man auf der Startseite die Anzeige des belegten Speicherplatzes. Die sollte man regelmäßig im Auge haben.

Bei der Anzeige der Speicherbelegung hab ich aber die Erfahrung gemacht, das diese nicht Live ist oder schlimmer noch einen komplett falschen Wert anzeigt. Natürlich kann man jetzt ne Störung bei der Telekom melden, aber ein Gegenbeweis und eine Absicherung für einen selber ist natürlich auch toll. Per FTP einwählen und die KBs der Dateien manuell zusammen zählen ist allerdings keine wirklich gute Idee. Alleine schon auf Grund der Anzahl an Dateien und Verzeichnissen ist das häufig schlicht weg nicht möglich. Für alle die also gerne selber prüfen möchten wie viel Webspace belegt ist, empfehle ich die Nutzung des kleine PHP Skriptes TreeSize. Diese kleine Tool listet alle Dateien auf dem Webspace auf und zählt Sie zusammen. Man kann auch Unterverzeichnisse aufrufen und so z.B. feststellen wo die ganzen Datenmengen versteckt sind.

Das ganze geht wesentlich schneller als z.B. per FTP und wie gesagt… die Summe ist einfach wichtig ;o) Wenn du Treesize dauerhaft „installiert“ haben möchtest empfehle ich entweder die Datei in ein Unterverzeichnis mit Passwortschutz zu legen, oder zu mindesten den Dateinamen möglichst Kryptisch zu halten und nirgends zu verlinken. Warum? Sieht man die Dateien und Ordner kann man darauf Rückschlüsse auf verwendete Skripte ziehen, das wiederum bringt Gelegenheits-Hacker dazu Sicherheitslücken zu suchen und ggf. auch zu finden. Das möchte man natürlich nicht.

Zum Schluss dann aber noch einige Anekdote wie es dazu kommen kann, das der Webspace „einfach“ so überbelegt ist:

  • Automatische Plugins – Für WordPress gibt es das Plugin BackWPup. Diese hatte ich so eingestellt das es Regelmäßig eine Sicherung der SQL Datenbank an meinen E-Mail Account sendet und ein BackUp des Webspaces in die DropBox schiebt. Klappert auch gut soweit. Allerdings wird für das Backup immer eine Sicherung auf den Webspace hochgeladen und diese dann in die DropBox bzw. per Mail versandt. Die Dateien werden dann aber nicht gelöscht. So summiert sich das ganze dann. Irgendwann hatte ich auch mal einen Fehler, so das mehre Backups innerhalb kürzester Zeit geschrieben wurden. Was zu Folge hatte, das meine eigentlich kleine HP insgesamt 2000 MB belegt hatte.
  • Temporäre Dateien – viele CMS-Systeme speichern z.B. den Upload einer Datei erst einmal zwischen und legen erst nach erfolgreichem Upload die Datei an der richtigen Stelle ab. So begab es sich bei einem Kunden der Regelmäßig 700 MB große Dateien ins Web schob, das der Webspace schnell an seine Grenzen gelangt ist. Nach Leerung der Tempfiles war die Welt wieder in Ordnung.

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