Das schlechte Gewissen


Aus dem Blog geht es vielleicht teilweise hervor – die letzten 2 bis 3 Jahre haben mich ganz schön gefickt. Mit dem Junior war nicht alles einfach, die Arbeitsbelastung ist gestiegen und mein Kopf hat „dicht“ gemacht. Ständig im Alarmmodus. Jeder ruhige Moment wurde genutzt um total abzuschalten. Wenn das nicht möglich war wegen Kopf-Karussell, dann wurde sich eben mit Bullshit abgelenkt.

Meinen aktuellen 14 tägigen Urlaub bin ich dann mit der Prämisse angetreten: „Du machst nur was du willst, stresst dich nicht und bist nur so produktiv das es dich nicht stresst.“

Das hab ich bisher auch gut durchgezogen. Viele Stunden Blogbastelei liegen hinter mir, mit einem befriedigenden Gefühl von: Jip, da hast du was geschafft. Zwischendrin ein wenig aufgeräumt hier und ein paar Verwaltungsakte da. Auch mal den Rasen gemäht und gestern eine Heckenpflanze geköpft und die Wurzel ausgegraben.

Aber Permanent ist da im Hinterkopf ein: Du schaffst nicht genug, schau dir mal deine ToDo-Liste an. Daaas steht da noch alles drauf. Deine Frau wird böse sein, das du nur rumgammelst.

Natürlich totaler Quatsch. Die beste Ehefrau von allen sagt nichts, nicht mal subtil oder unterschwellig. Und die Dinge die schon so lange nicht gemacht worden sind, können jetzt auch noch weiter warten.

Aber das ist ja eben Teil des Problems, diese permanente Ding: „Du musst Probleme lösen, Du musst Dinge regeln!“ Das muss ich überwinden. Wirklich.