6 Monate Corona

Na ja, 6 Monate und ein paar Tage mehr oder weniger. Ist es nicht irre? Mitte März gab es da so einen Moment. Einen Moment, an dem man dachte, das sich jetzt die ganze Welt ändern würde. Hatte sicher jeder.

Ich machte meine morgendliche Runde mit den Hunden. Es war kurz nach 8 Uhr und normalerweise ist das Gassi gehen begleitet von Stress und Krach. Stress, weil man vor der Arbeit tausend Dinge erledigen muss und Krach, weil eben alle irgendwie unterwegs sind. Die einen machen schon den ersten Einkauf, die anderen fahren zur Arbeit und die nächsten fahren nach Hause, weil man gerade die Kiddies in die Schule, KiGa oder was auch immer gebracht hat.

An diesem Morgen war aber alles still. Ich konnte an einer der Hauptverkehrsstraßen 5 Minuten laufen ohne das nur ein Auto vorbeigefahren wäre. Das kennt man so nur am Neujahrsmorgen. Aber nicht an einem warmen Märztag. Da dachte ich. Jetzt wird alles anders.

Die Schule war zu, mein Arbeitgeber hat den ganzen Standort in wenigen Tagen samt IT zum Arbeiten nach Hause geschickt. In allen Gesprächen schwang Hoffnung mit. Hoffnung das die Pandemie nicht so schlimm würde, man aber viel daraus lernen könnte und sich viele neue Chancen daraus entwickeln würde.

So wie Deutschland nach dem Krieg die Wirtschaftswunderjahre geprägt durch den Wiederaufbau erfahren hat, erhoffte man sich ein Besinnen auf alles Relevante durch Corona.

Jetzt im Oktober …. ist die Pandemie noch immer da. Und die Hoffnung ist dahin. Was bleibt sind Covidioten, Rassisten und Verschwörungsdeppen. Und ganz viel Unsicherheit….

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