Ich hänge ein wenig hinterher, sorry. Bewerbungsgespräch, Teamday, Kino, Feiern und eine ungewöhnliches Kind hat mich in dieser Woche beschäftigt.

Bewerbungsgespräche

Da in meiner Abteilung auf absehbare Zeit nicht damit zu rechnen ist, das wir weniger Arbeit haben, wurde uns eine weitere FTE bewilligt und diese Stelle auch ausgeschrieben. Meine Teamleitung hat mich gebeten an den Gesprächen teilzunehmen und fachlich zu bewerten. Das erste Mal das ich auf der „anderen“ Seite des Tisches sitze. Interessant.

Die letzte Frage meiner Teamleiterin war immer: Was erwartest du von mir als Teamleiterin? Die Bewerber sprachen immer von einem vertrauensvollen Zusammenarbeiten. Und das ist der blanke Hohn den jeder Bewerber hat gelogen das sich die Balken biegen. Jeder hat so getan also ob er zu allem bereit wäre, fachlich vollkommen auf der Höhe und praktisch sofort anfangen und den ganzen Sommer durcharbeiten könnte. Gar kein Problem.

Da alle Bewerber aus dem Unternehmen kommen, war es auch jedem irgendwie klar. So groß ist unser Standort nicht, und spätestens bei den fachlichen Fragen wurde sofort klar das die Bewerber hier ausschließlich Anwender sind und nie versucht haben die Mechaniken technisch zu durchdringen – was im übrigen okay ist, aber hätte jemand dort überzeugt, wäre alles andere Schnuppe gewesen.

Wir wissen also das alle gelogen haben, was man bei Bewerbungen als „sich verkaufen“ verbucht. Ich finde das nicht gut. Davon hat doch keiner was. Da Lob ich mir doch die kleinen Dachdeckerfirmen mit denen ich im letzten Jahr Kontakt hatte. Kurzer Blick auf den Bewerber. Eingestellt. Wenn scheiße gefeuert. Keine Rücksicht Probezeiten, Vertragsdauer und blabla. Ehrliches Geschäft – das wiederum andere Probleme hat. Aber das gehört hier nicht her.

Team Building

Einmal in jedem Sommer veranstalten wir einen sogenannten Teamday und machen da lustige Sachen miteinander. Traditionell sind das immer sehr heiße Tage mit sehr viel drückender Hitze. Das erwähne ich deshalb, weil das schon irgendwie beeindruckend ist. Wir planen die Tage meist mindestens 6 Monate im Voraus und gefühlt kann es den Tag vor und nach dem Teamday regnet und frieren – aber an unserem Teamday kochen wir in der Hitze.

Ein Kollege hat dieses Jahr die Leitung übernommen und ein Kneipenquiz veranstaltet. Das war tatsächlich lustig und kurzweilig. Er hatte mir direkt meine Teamnamen zugesteckt, ich weiß nicht wie ich diese Andeutung werten soll. Auf Grund eine unfairen Punktepolitik hat Team Sexy trotzt herausragender Leistungen nicht gewonnen.

Ich mag die meisten meiner Kolleg*innen sehr gerne. Wir arbeiten zum Teil schon 20 Jahre miteinander und haben gemeinsam Welten auf und untergehen sehen. So manchen Arbeitstag haben wir mit tiefschürfenden Gesprächen verdaddelt und man müsste denken: An so einem Teamday, da quatschen wir mal richtig. Das Gegenteil ist komischerweise der Fall. Es haben sich komischerweise Männlein und Weiblein-Gruppen gebildet und die Gespräche sind über Smalltalk nicht wirklich hinaus gekommen. Und das ist merkwürdig. Das kann ich mir noch nicht erklären.

Die Klassiker Sneak

Das Oldenburger Kultur-Kino Casablanca zeigt einmal im Monat einen Klassiker der Filmgeschichte und man weiß vorher nicht welcher. Kumpel hat mich dazu eingeladen und für schlappe 6 Euro kann man das ja mal machen. Gezeigt wurde der James Dean Klassiker „Denn sie wissen nicht was sie tun“ und ich muss sagen das mich der Film nachhaltig Beeindruckt hat – ich kann aber noch nicht gar nicht sagen warum. Ich muss nochmal drüber nachdenken.

Interessant war das Publikum um mich herum. Viele Pseudointellektuelle, viele Männer-Duds und Sozialwissenschaftes Student*innen. Tatsächlich ein ganz anderes Oldenburg als ich es sonst sehe und erlebe.

Caipirinha

Ganz spontan haben wir uns mit lieben Freunden getroffen. Wir hatten einen schönen Abend an unserem Esstisch, haben lecker gegessen und vielleicht ein Caipi zuviel getrunken. Ab Sonntag 0:10 hatte ich dann starke Kopfschmerzen.

Junior

Der Junior seine Freundin ist mit Mutti auf Malle und der Junior hat Zeit. Er hilft einem Kumpel den Garten dessen Mutter schön zu machen und flammt mit meinem Gas die Auffahrt ab. Freiwillige Arbeit? Eine ganze neue Seite an ihm. Liegt aber wohl nicht nur an der Freundin sondern auch daran das man gerade versucht seinen Lebenswandel anzupassen, damit man den Führerschein nicht bei der ersten Kontrolle wieder verliert. Ich lass das mal so stehen.

Und nach dem man am Samstag den Garten des einen schön gemacht hat, kommt man am Sonntag zu uns, stellt sich mit Leiter und Hochdruckreiniger aufs Carportdach und reinigt die Hausdach und den Dachüberstand. Das war zwar besprochen mit: Kann man mal machen. Aber auf nem Sonntag. Egal… ist gut geworden. Jetzt muss das Holz nur noch vor der Witterung geschützt werden, da ist nämlich einiges an Farbe verloren gegangen.

Und das alles, wo ich doch solche Kopfschmerzen hatte.