Im Gespräch mit einem Kollegen ist mir eine Idee gekommen. Die erste Stelle wo man KI wirklich, absolut Sinnvoll anwenden kann > in der Schulbildung. Waaaaassss !!! Man kann unseren Kindern noch nicht einem Computer überlassen, wo kommen wir denn dahin? Ruhig Boomer. Lese und staune.
Die großen Probleme im Bildungssystem sind:
- zu viele Schüler, zu wenig Lehrer
- zu wenig Zeit
- unterschiedlich Ausgangslage der Schüler (Eltern, Finanzielle Situation, individuelle Lerngeschwindigkeit, soziale Unterschiede)
Alles absolut Menschliche Themen – also muss man den Menschen ersetzen.
Aber ich muss das vielleicht etwas ausformulieren, was ich mir vorstelle.
Die Schul-Ki
Die Grundlage für den künstlichen Lehrer ist natürlich ein geschlossenes System. Die Datenbasis wird vom Bildungsministerium festgelegt und kann nicht durch „das Internet“ beeinflusst werden. Weiter muss die KI eine Funktion haben, die verhindert das die KI einfach nur Fakten herunterbettet. Sie muss Dinge erzählen aber auch Fragen stellen und die Antworten bewerten. Zusätzlich muss sichergestellt sein, das Schülerinnen die KI nicht einfach als Werkzeug nutzen (was ergibt 1 + 1?).
Der Unterricht
Findet nicht in Gruppen statt. Jeder hat auf seinem Tablet eine individuelles Gegenüber. Aussehen und Sprache ist dem Schüler angepasst. Ein Schüler aus der Ukraine kann seine Fächer in der eigenen Sprache belegen, wird aber immer wieder ermutigt in Deutsch zu sprechen. Natürlich bekommt er separaten Deutschunterricht. Die Deutscheinheiten werden automatisch weniger umso mehr der Schüler auch die anderen Fächer in Deutsch abhält..
Fächer gibt es in dem Sinn eigentlich nicht – eher Themenfelder. Die Rechtschreibung wird beim verfassen von Aufsätzen in Geschichte bewertet und die Mathematischen Kenntnisse beim Errechnen von Flächen in Erdkunde. Die KI ist geduldig und kann bewerten ob Fragen gestellt werden, weil der Schüler zu Faul ist zu denken oder weil er es nicht besser kann. Die KI wird sich immer wieder dem Lernverhalten des Schülers anpassen.
Für diese Unterrichtsform ist keine Anwesenheitspflicht erforderlich. Der Unterricht kann Grundsätzlich überall und zu jeder Zeit genutzt werden. Ja… das bringt andere Probleme mit sich.
Der Soziale Aspekt
Natürlich ist Schule mehr, als nur die Vermittlung von Unterrichtsinhalten. Es geht bei der Schule auch darum das man von Lehrern beschimpft und bestraft wird, das Mitschüler einen Mobben. Das man viel Zeit für Maßregelungen für nicht gemachte Hausaufgaben, Verstöße gegen die Schulordnung, Stören im Unterricht und vielem mehr verschenken muss. Auch ist es wichtig sich von gefrusteten Lehren Kreide an den Kopf werfen zu lassen. Das pubertierende Schüler die junge Referendarin anhimmeln ist dabei eine genauso wichtige Erfahrung, wie das sich Schülerinnen von dem alten Sportlehrer in die den Ausschnitt gaffen lassen müssen.
Spaß bei Seite. Natürlich ist die Schule eine wichtige Geschichte. Man ist gezwungen sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen, unterschiedliche Gesellschaftsschichten kommen zusammen und eine Klassenfahrt ist für so manchen der einzige Urlaub im jungen Leben.
Für Eltern ist die Schule auch Kinderlose Zeit. Zeit um arbeiten zugehen. Zeit in der die Kinder unter Kontrolle sind. Diese Aspekte muss man beachten und dafür müsste man Lösungen finden. Auch müsste Gewährleistet werden, das der generelle Umgang mit dem Werkzeug KI möglich ist. Also Einweisungen, stabile Hardware und Internetanbindungen. Und am Ende muss es natürlich auch irgend eine Erfolgskontrolle geben. Hierüber müsste ich mir noch Gedanken machen. Aber ich bin mir sicher, das vom Unterrichtsstress befreite Lehrkräfte immer noch hervorragende Pädagogen sind die sich um die Menschlichen Themen gerne kümmern würden. Und Kinder die nicht unter Stress, Angst und Leistungskontrolle leiden, werden sicher auch besser miteinander umgehen.
Schöne neue Welt.
