Mein erstes Auto hatte in den ersten beiden Jahren 3 Unfälle. Nichts dolles. Blechschäden. Nervig. Ich geh davon aus, das es meinem Sohn am Ende nicht besser geht und das war ja auch der Grund dafür ein altes und billiges Auto anzuschaffen.

Dem Junior war das wohl nicht so ganz klar. Er verliebte sich sofort in seinen Mondeo und wollte das eine oder andere optimieren. Er riss sofort den faltigen und kaputten Schaltsack heraus, könnte man ja neu bestellen. Das hat sich dann aber als gar nicht so einfach erwiesen und steht noch auf der ToDo-Liste.

Er hat in TikToks gesehen, wie einfach man mit LED-Schläuchen eine Ambientebeleuchtung nachrüsten kann und hat diese bestellt. Bei dem Einbau sind diverse Plastiknubsis abgebrochen und das eine oder ander Ambauteil ist jetzt nicht mehr so geil

Auch das Polieren hat nicht so funktioniert wie erhofft. Vermutlich weil der Lack wirklich schon schwer beschädigt ist. Überhaupt, finden wir immer mehr Mängel, jetzt wo der Wagen auf dem Hof steht:

  • Höhenverstellung Fahrersitz
  • Zentralverriegelung teilweise
  • Klimaanlage
  • Steuerung der Lüftung (also wohin die Luft gepustet werden soll)
  • Einbaurahmen in der Mittelkonsole gebrochen und nicht fest
  • diverse Beulen und Lackschäden
  • Rost in den Türen

Aber das wichtigste funktioniert. Der Motor läuft, die Bremsen greifen (Ich hatte den Wagen noch extra zu einer, eigentlich, ganz guten Werkstatt gebraucht und durchsehen lassen, auch wegen dem Unrunden Leerlauf. Man hat nichts gefunden, alles schicki.) und der Wagen bringt uns von a nach b.

Bis zu diesem einen Dienstag. 6 Tage vor dem Junior seinen 18 Geburtstag. 6 Tage vor seinem Schritt in die Freiheit. Wir cruisen gemeinsam durch die Gegend und haben richtig, richtig gute Laune und rollen auf eine Kreuzung zu, als der Mondeo einfach ausgeht und stehen bleibt. Die Laune sinkt sofort ins Bodenlose.

Ich spreche einen Anwohner an, über man mir ein Auto zum überbrücken hinstellen könnte. Etwas verhalten, willigte man ein. Als das nicht klappte, waren die Anwohner dann aber doch sehr freundlich und halfen schieben. Wir stellten das Auto an die Seite und ließen uns abholen.

Ein paar Tage zuvor hatte ich mich über die aktuellen Preise beim ADAC erkundigt. Erfreulich festgestellt das die Mitgliedschaft für Fahranfänger kostenlos ist, und in den ersten 4 Jahren auch wirklich günstig. Aus dummen Gründen haben wir dann aber nicht sofort die Mitgliedschaft abgeschlossen. Dumm, weil jetzt mussten wir uns überlegen, wie wir mit dem Auto zu einer Werkstatt kommen.

Noch während wir auf meine Frau gewartet haben, hab ich die ADAC-Mitgliedschaft für den Junior abgeschlossen. Mein Plan: am nächsten Tag anrufen und den Schaden melden und abschleppen lassen. Während wie nach Hause fuhren, machte der Junior aber absolut klar: Ich will mein Baby JETZT nach hause holen.

Teil der Serie: Das erste Auto

Mobil sein – so wichtig. Aber zu welchem Preis?