Der Mondeo war gekauft. Ein Termin bei der Zulassungsstelle war gebucht und das Kennzeichen reserviert. Jetzt braucht es nur eine Versicherung und von der Versicherung die eVB-Nummer. Ich dachte das wird eine schnelle Nummer, aber nunja. Meine bisherige KfZ-Versicherung hätte auch gerne die eVB-Nummer ausgespuckt, aber war teuer. Ich dann pissig.
Also musste ich mich erstmal Fit machen. Ich informierte mich über die Möglichkeiten und tackerte in verschiedenen Internetportalen die Daten ein um zu sehen wo wir mit dem Preis hinkommen. Für alle die vor dem selben Problem stehen:
- Angenommen man selber hat ein KfZ angemeldet und versichert und will seinem Kind ein Auto ermöglichen, dann ist es am günstigsten wenn man das neue Auto als Zweitwagen anmeldet und das Kind als Hauptfahrer angibt. Alle anderen Varianten sind teurer.
- Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall. Z.B. gilt die HUK im allgemeinen als sehr günstiger Autoversicherer. Wenn ich z. B. versuche für meinen Passat ein neue Versicherung abzuschließen, finde ich keine die relevant Billiger als die HUK ist. Bei der Zweitwagen Versicherung ist HUK aber im stabilen Mittelfeld. Dort bin ich bei knapp 2100 €. Es gibt aber auch Versicherungen mit einem Jahresbeitrag von 4000 € beim selben Auto und Versicherungs „konzept“. Ja, 4000€ im Jahr, nur Haftpflicht. Ich hab aber auch Versicherungen gefunden die in dieser Konstellation bei ca 1200 € im Jahr liegen – Cosmos Direkt zum Beispiel. Die Versicherung ist es dann auch geworden.
- Mehr Sparen kann man nur, in dem man einen Vertrag übernimmt. Und das ist mal richtig schräg.
Raus aus den Spiegelstrichen, rein in die Erklärung: Meine Mutter hat vor 2 Jahren das Autofahren aufgegeben. Sie hat also einen ruhenden Versicherungsvertrag. Da Sie erst mit Mitte 40 Führerschein gemacht hat und dann in einige Unfälle Verwickelt war, hat Sie eine Schadenfreiheitsklasse 26. Super. Man kann aber nur soviel SF-Jahre übernehmen, wie man selber gefahren hat. Das bedeute: Würde mein Sohn die Versicherung übernehmen wäre er bei SF0. Genauso, also ob er die Versicherung nicht übernehmen würde.
Ich kann die Versicherung aber auf meinen Zweitwagen übernehmen und hab damit die volle SF 26.
Fazit: Mein Sohn ist als Hauptfahrer eingetragen, bei einem Auto das bei mir als Zweitwagen eingetragen ist und das die SF meiner Mutter übernimmt und kann seinen PKW jetzt für 37€ im Monat versichern (statt 100 € in der SF 0). Der Witz: es ist der selbe Fahrer mit dem selben Risiko.
Auch das bei MEINEM Zweitwagen MEINE Fahrerfahrung nicht angerechnet wird ist doch total schräg.
Das mit der Vertragsübernahme, meinen die auch total ernst. Ich musste die Versicherung und Vertragsnummer meiner Mutter angeben und warte jetzt seit mehreren Wochen auf die Prüfung.
Dennoch bekomme ich die eVBn und kann das Auto anmelden.

Teil der Serie: Das erste Auto
Mobil sein – so wichtig. Aber zu welchem Preis?
