Mehr Generationen Haushalt


Warum ich lieber alleine Lebe…

Als wir neulich die Volljährigkeit unseres Sohnes feierten, sprachen wir natürlich über die Zukunft des Kindes und wann er wohl auf eigenen Beinen stehen würde. Halb Scherz und Halb Ernsthaft meinte meine Schwiegermutter, das wir doch den Dachboden ausbauen könnten – worauf ich wohl etwas zu energisch „Niemals“ ausrief.

Und das war gar nicht böse gemeint. Mein Sohn entwickelt sich prächtig. Er übernimmt immer mehr Verantwortung für sich und wird selbstständiger. Schon spannend das mit dem erreichen eins Datums soviel passiert. Er ist jetzt absolut unabhängig und das ist ihm voll bewusst. Er kann wann immer er will über all hin. Freiheit. Er kann alles entscheiden ohne uns – und macht das auch. Jetzt muss ich nur noch lernen, mich nicht einzumischen und ihm auch die restlichen Aufgaben zu übergeben, die ich für Ihn erledige. Und da kommen wir schon zum Knackpunkt.

ICH

Ich bin ein 100%-Vater. Ich habe mich 18 Jahre um alles gekümmert. Das Schicksal meines Sohnes lag in meiner Hand. Seine Probleme sind meine Probleme. Was ich lösen kann, wird gelöst. Das abzulegen ist schwierig. Es kostet mich genauso viel Enegerie Dinge nicht zu erledigen, wie sie zu erledigen.

Würde unser Sohn also sein ganzes Leben hier im Haus verbringen, würde ich mich immer in der Verantwortung fühlen. Sein Leben wäre zu Eng mit dem meinem verbunden. Wo sollte das hinführen? Ich wäre niemals frei. Und ich will frei sein. Und deswegen ist es eben keine Option, das der Junior hier sein Leben verbringt. Im selben Dorf, okay. Aber nicht im selben Haus.

Das gleich gilt aber auch für den Rest der Familie. Würden wir mit den Eltern oder Schwiegereltern zusammen leben, dann würde ich ihnen alle Aufgaben abnehmen, für die sich diese nicht in der Lage fühlen. Und Menschen merken sowas. Und Menschen nutzen sowas. Ohne böswillen. Ich brauch für mich und mein Seelenheil einen Abstand zu den Menschen die ich liebe. Das ist besser für alle Beteiligten.