Ja und Nein. Ist doch klar – muss das so nicht sein in der Pubertät?
Mir ging es in der Zeit ganz gut. Meine Eltern haben mich machen lassen, was ich wollte. Ich hatte ein ganz gutes Taschengeld und einen großen Freundeskreis mit sehr guten Leuten. Es war also nie langweilig. Nie. Wir haben viel gefeiert und Spass gehabt. Und oft haben wir auch nur im Wohnzimmer von irgendwem gesessen und einen lange Filmabend miteinander verbracht. Die Jungs haben immer darauf geachtet das die Mädchen sicher nachhause gekommen sind und am Ende des Tages lagen die meisten alleine zuhause im Bett.
Ich war aber auch durchgehend unglücklich verliebt. Das muss man schon sagen. Immer in andere Mädchen. Aber immer mit wenig Gegenliebe. Klar … knutschen ging immer was. Aber ich wollte eigentlich immer was festes und das wollten die Mädels nicht. Oder zumindestens nicht mit mir.
Angeblich hab ich aber auch Zeichen übersehen. Später erfährt man dann so Dinge und Geschichten. Und manche Geschichten sind wie aus einer schlechten Teeniekomödie. Wie die Nacht in der ich am Lagerfeuer mit einer 3 oder 4 Jahre älteren rumknutsche – das aber gerade die Nacht war in der mir eine anderes Mädchen die Liebe gestehen wollte. Chance verpasst.
Also meine Pubertät war vollkommen durchschnittlich 90erJahre Landjugend. Ich vielleicht etwas mehr Links als viele meiner Freunde, aber wir alle waren gegen Rechts. Und eigentlich wollten wir alle nur Tequilla trinken und eine gute Zeit haben.

1000 Fragen
In der Reihe 1000 Fragen beantworte ich 1000 Fragen über mich.
