Flaterates – Geschichten die sich wiederholen

Freenet hat freies LTE Datenvolumen ausgerufen. Die Kunden kamen und nutzten das Angebot. Und Freenet kündigte darauf hin einige Poweruser.

Eine Geschichte die mich an meine Anfänge im Telekom Service erinnert. Damals war es noch T-Online. Und T-Online hat seinen Kunden ISDN-Flaterates und DSL-Flatrates angeboten. ISDN-Flat für 79 Deutsche Mark und DSL für 49 Deutsche Mark zuzüglich der Kosten für den Telefonanschluss und ggf. den DSLer. Internet war damals teuer. Das muss im Herbst 2000 gewesen sein.

Ich kenne keine genauen Zahlen, aber die Produkte liefen trotz der hohen Kosten ziemlich gut. Es gab genug Nerds die Bereit waren das Geld auf den Tisch zu legen. Einige Wochen nach Start der Tarife gab es für viele Kunden Einwahlprobleme. Der Verbindungsaufbau ist bei der Vergabe der IP-Adresse abgebrochen. Das Problem hatten hauptsächlich Kunde ohne Flatrate … Komisch. Etwas später fanden wir heraus das nicht genug IP-Adressen vergeben werden konnten. Wir hatten schlicht nicht genug im Pool. Die Flatrate-Kunden haben sich in der Regel Nachts neu verbunden und so die IP-Adressen bekommen.

Durch die Anschaffung weiterer IP-Adressen wurde das Problem behoben und die Anzahl an Kunden stieg weiterhin.

Dann bekamen wir wütende Anrufe. Die Anrufer konnten nur noch im eigenen Ortsnetz telefonieren, aber keine Ferngespräche mehr führen.

Info der Redaktion: Damals war Internet (T-Online) und Telefonanschluss (Telekom) strickt voneinander getrennt. Das waren komplett eigene Firmen die miteinander auch nicht gesprochen haben.

Da es ja um Telefonie ging, verwiesen wir an die Störungsstelle der Telekom. Worauf die Anrufer meist total ausgerastet sind.

Zum Glück gab es einige ehemalige Telefon-Telekomer bei T-Online (so wie zum Beispiel mich) und so konnten wir auch dieses Rätsel lösen.

Das Kabelnetz war damals (und ist es vermutlich auch heute noch) so aufgebaut das es eine Sprung zur nächsten Netzebene immer nur in einem bestimmten Verhältnis gibt. Beispiel: Von 10 Teilnehmern kanner nur einer ein Ferngespräch führen. Bei 100 waren es dann 10 mögliche Ferngespräche und so weiter. Jede ISDN-Interneteinwahl war ein Ferngespräch. Jeder ISDN Flat Kunde hat also einen Slot für Ferngespräche belegt. Und so kam es das manche Ortsnetze komplett dicht waren.

Auch das bekam man in den Griff führte aber dazu das man die ISDN-Flat eingestellt hat. Die Telekom war nicht bereit ihr Netz entsprechend auszubauen. Vor allem war ja DSL auf der Vormarsch.

Das IP-Adressen Problem hatten wir in den Jahren später noch öfter, zum Beispiel als alle DSL-Flats an einem Tag auf 9€ reduziert wurden. Aber das ist eine andere Geschichte ….

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