Mercedes gekauft, Achse gebrochen, Verkäufer weigert sich das Auto zurückzunehmen. Und wie geht das weiter?
Für den Anwalt klare Sache. Er hat im November 2025 einen netten Brief aufgesetzt und den erklärt das wir von dem Kauf wegen Mangel zurücktreten. In dem Brief erklärt er auch, warum der Verkäufer mit seiner Masche nicht durchkommt und so weiter. Nur – der Verkäufer nimmt das Einschreiben nicht an. Das Erfahre ich aber nicht, nach dem das Einschreiben retourniert wurde, das erfahre ich erst bei einem telefonischen Termin. Die Frist war am 20.11. abgelaufen. Ich machte am 20.11. eine Termin. Am 1.12.2025 hat der Anwalt Zeit.
In dem Gespräch entscheide ich, das es dann jetzt wohl vor Gericht geht. Der Anwalt will alles fertig machen, mir dann zukommen lassen damit ich das absegnen kann.
Bis heute nichts mehr vom Anwalt gehört. Es nervt. Wenn schon der Anwalt 6 Wochen für seine Arbeit braucht, wie lange wird es denn dauern bis da was vor Gericht passiert? Bis dahin ist der Mercedes vermutlich zu Staub zerfallen.
Ein Kollege hatte mir gesteckt das Mercedes sehr Kulant ist, was Rost und Achse angeht und eine kurze Internetrecherche bestätigt das. Ohne meinen Sohn etwas zu erzählen, fahr ich zu einem Mercedes Autohaus. Man war erst sehr aufgeschlossen und machte mir Hoffnung. Auch das Alter wäre kein Problem. Fahrzeugdaten eingetippt: „Ach … ein W203 und kein W204… ne da haben sie keine Chance.“ Werde mir wohl noch ne zweite Meinung einholen, es gibt ja ausreichend Autohäuser von Mercedes. Aber ich muss da ein paar Tage Pause machen. Schnee und so. Nein – in Wirklichkeit muss ich einfach durchatmen. Es fällt mir immer schwer in solchen Situationen freundlich zu bleiben.

Teil der Serie: Das erste Auto
Mobil sein – so wichtig. Aber zu welchem Preis?
