WordPress ist geil. Gutenberg ist geil – ich habe fertig. Na gut, das muss ich vielleicht weiter erläutern.

In meinem News-Feed tauchte der Artikel Quo Vadis Ghost CMS. ich lese diesen, natürlich interessiert und offen für neues, durch und finde dann folgendes sich wiederholende Zitat.

WordPress ist heute ein Alleskönner, aber auch ein träger Koloss. Die Oberfläche ist überladen, der Blockeditor (Gutenberg) spaltet die Community, und die Abhängigkeit von immer mehr Plugins macht Wartung und Sicherheit zur Daueraufgabe – since 2015 and counting.

Und das ist einfach absoluter Bullshit. Ich muss dazu einfach Stellung beziehen:

träger Koloss

Gar nicht. Meine WordPress Seite ist genauso schnell wie das Ghost vom Jan. Habs eben über Google PageSpeed getestet. Es ist halt ne Frage der Konfiguration und ob man sich dazu verleiten läßt alles zu installieren und alles zu nutzen was ein solches CMS kann. Die WordPress Seiten die Langsam sind, nutzen tatsächlich meistens viel zu viele Plugins oder Editoren die pixelgenaues „Designen“ ermöglichen. Das ist aber ja kein Fehler des CMS. Das ist ein Fehler der Nutzer bzw. der Agenturen die unfähig sind. Wie oft ich im beruflichen Kontext „Webdesigner“ am Telefon habe die nicht eine Zeile Code verstehen. Die könnten auch kein Markdown nutzen.

Oberfläche überladen

Immer wenn ich ein neues CMS ausprobiere bin ich überwältigt von den dort zur Verfügung stehenden Optionen. Man muss sich in jedes System einarbeiten – versuchen zu verstehen was die Entwickler sich wobei gedacht haben. Egal wie fit man in der IT ist. Am Ende ist es immer erstmal sehr aufwendig ein neues Frontend kennen zulernen und sich einzurichten.

Auch hier gilt wieder: Was ist wirklich WordPress und was wurde durch die Nutzer durch Plugins geändert. Was braucht er da wirklich von und was ist dem geschuldet das der Anwender keine Ahnung hat.

Würde man diese Dinge einschränken, wäre das System nicht so erfolgreiche. Bist du ein cleverer Dude mit Tech-Know-How dann konfiguriere es halt so, das es für dich besser ist. Aber verteufel das Werkzeug nicht.

Blockeditor spaltet

Hier das gleiche wie mit der Oberfläche. Wenn man sich mit dem Gutenberg-Editor auseinander gesetzt hat und die Vorzüge für sich findet und erkennt ist er genial. Wenn man das nicht möchte, dann bleib beim alten. Fertig. Warum muss man hier was verteufeln? Ich versteh es nicht.

Letzt endlich füllt Gutenberg eine Lücke die Entstanden ist, weil WordPress eben nicht nur ein Blog-System sondern ein CMS geworden ist. Und an eine reine Webseiten Gestaltung hat man andere Anforderungen. Ach Mensch ….

Abhängigkeit von Plugins

Und das ist ja mal der allergrößte Blödsinn. Man kann mit WordPress sehr schöne und gute Seiten gestalten ohne ein einziges Plugin zu installieren, danke Gutenberg sogar noch viel besser als früher. Wirklich. Selbst die wenigen Plugins die ich verwende sind eigentlich überflüssig. Das sind dann Einbindungen von VG Wortmarken oder Statistik Dinge. Alles andere geht von Haus aus.

Geht doch bitte einfach mal offen an die System ran und hört auf den Scheiß von anderen zu glauben. Außer meinen Scheiß, ich bin das alphathiel – ich habe recht.