Es ist soweit. Der erste „Digital Independence Day“. Heute! Jetzt! Es geht los. Es ist kaum zu glauben. Wir werden uns befreien und eine neue Gesellschaft wird sich aus der Asche der Big-Tech unternehmen erheben. Glaubt Ihr nicht? Okay, ich geb zu das ich da auch ein wenig skeptisch bin.
Aber was ist denn überhaupt der DI.DAY? Auf dem 39C3 ( dem jährlichen Kongress des Chaos Computer Clubs) hat der sehr geschätzte Marc Uwe Kling (Känguru Chroniken / Quality Land) zusammen mit dem CCC den DI.DAY ins Leben gerufen. An jedem ersten Sonntag des Monats wollen wir uns gemeinsam von einem Dienst / Account / Service eines x beliebigen Big-Tech Unternehmens verabschieden und davon berichten und gerne natürlich anderen helfen es ebenso zu tun.
Das schöne dabei ist, das gleich klar gestellt wurde, das es dabei nicht um Dogmatismus geht. Wir wollen keine Sekte gründen! Das +1 ist erlaubt. Also: du nutzt X aber du nutzt eben auch Mastodon. Du chattest mit WhatsApp aber eben auch mit Telegram (oder was auch immer). Und natürlich versucht man dann immer mehr Leute auf die gute Seite zu holen.
Oh – schon die zweite nerdige Star-Wars-Anspielung. Und das in 1400 Zeichen. Wird was mit mir. Wer das auch kann ist Marc Uwe.
Merk dir einfach: Big Tech ist nicht die Rebellen-Allianz, wir sind die Rebellen-Allianz! Und wir müssen endlich diesen einen Luftschacht entdecken, durch den wir den Todesstern sprengen können.
Känguru zu Marc Uwe Kling ~ https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day
Und ja, vielleicht ist der DI-Day dieser kleine Luftschacht. Kommt, lasst es uns versuchen. Schaden wird es ja nicht. Mehr zur Aktion findet sich unter https://di.day/ oder im Sozialen Netzwerk eurer Wahl unter dem Hashtag #didit.
Soweit zum Vorgeplänkel hier jetzt als mein erster Beitrag, es ist eigentlich mehr ein kleiner aber wichtiger Tipp:
Seit offen!
Meisten wenn Menschen von einem System oder einer App zu etwas neuem wechseln, versuchen diese sich im neuen Umfeld so einzurichten wie es im alten war. Und zwar exakt genauso. Ein Wechsel ist aber immer ein Chance dafür Dinge besser als vorher zu machen.
Beispiele:
- Wenn ich mich beim Wechsel zu Linux darauf fokussiere, ein Linux zu haben das sich anfühlt wie ein Windows, dann ist es ein schlechtes Linux.
- Wenn ich mir die Nextcloud einrichte, aber es soll bitte alles so sein wie bei Google – dann wird das nicht funktionieren.
Ist so. Schaut euch das neue an. Benutzt erstmal beides und probiert herum – seit offen und neugierig. Dann macht der Wechsel Spass und dann ist die neue Welt eine gute Welt.

DI-Day
An jedem ersten Sonntag befreien wir uns ein Stück weiter von BigTech und werden freie unabhängige Nutzer. Mehr Informationen zur Aktion unter https://termine.di.day/.
