Von Dienstag und Mittwoch wurde dann weiter geschraubt. Das Spezialwerkzeug wollte leider gar nicht helfen. Die Riemenscheibe löste sich nicht, entsprechend konnten wir die Steuerkette nicht lösen und deswegen die Zylinderkopfdichtung nicht wechseln. Eine Sichtprüfung der Gruppe an Kfzlern ergab aber das die Zylinder sauber sind und man hat ja beim Abbau des Ansaugstutzen festgestellt das der voller Öl ist. Also entschieden wir gemeinsam nur diese Teile zu reinigen und mit neuer Dichtung zu versehen.

Das ging dem Kumpel A dann auch alles leicht von der Hand. Jeden Tag schraubte er so 2 – 3 Stunden bei uns im Carport – fand Dinge und löste Probleme. Man kann ihm nicht vorwerfen da er sich nicht Engagiert hätte. Allerdings hatte er den Zylinderkopfdeckel (??) beim Anziehen der Schrauben geschrottet. Auch diesen bestellten wir neu. Das Teil sollte am Freitag kommen. Kumpel A baute in der Zwischenzeit aber alles weitere wieder ran und am Donnerstag Abend hörte ich ein sehr lautes Fahrzeug im Carport. Die Jungs hatten sich es nicht nehmen lassen, den Motor ohne Auspuff zu starten und freuten sich wie Bolle über den Krach.

Das Ersatzteil war dann schon am Freitag da und wurde am Nachmittag getauscht. Fazit bis hier:

  • Tonnen an Werkzeug im Carport
  • Diverse Plastikverkleidungen im Carport
  • riesige Ölflecken auf dem Pflaster
  • eine funktionierende Lichtmaschine
  • Ein Motor der im Fahren ausgeht und im Leerlauf sehr merkwürdige Geräusche von sich gibt
  • zwei sehr niedergeschlagene Jungs

Wir diskutieren die Optionen und entscheiden: Wir beenden das Projekt an dieser Stelle und suchen dem Junior ein neues besseres Auto. Es ist irgendwie etwas traurig … Wir haben wohl zu billig eingekauft und zu hoch gepokert. Vielleicht waren wir beim Autokauf auch zu überschwänglich. Vielleicht wollten wir die die offensichtlichen Mängel nicht sehen. Das kann sein. Man kann niemanden einen Vorwurf machen. Man muss daraus lernen.

Teil der Serie: Das erste Auto

Mobil sein – so wichtig. Aber zu welchem Preis?