Mondeo

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An einem Samstag Vormittag fuhr ich mit dem Sohn und seiner Freundin nach Delmenhorst. Ich hatte dort gleich drei KfZ entdeckt die uns gefallen könnten. Einen von Privat und zwei bei einem Händler. Der Händler hatte laut Internetseite Samstags bis 13 Uhr auf. Wir standen um 12 Uhr vor verschlossener Tür. Die gesuchten KfZ waren auch nicht zu sehen. Vermutlich im Lagerhaus, vor dem wir standen.

Ich recherchierte erneut und fand den Hinweis: Samstag nur nach Terminabsprache.

Auf dem Gelände stand noch ein älteres Pärchen. Mein Sohn unterhielt sich mit den beiden. Die hatten einen Termin, warteten aber bereits über 20 Minuten. Wir warteten dann gemeinsam, mussten dann aber los. Wir hatten ja nen Termin mit der privat Person und einem dunkelroten Mondeo.

Als wir die Adresse erreichten standen wir vor einer riesigen Baustelle. Hätte er mich ja auch vorwarnen können. Die Straße, die zu der Adresse führen würde, wurde neu geteert. Wir parkten also bei einem Supermarkt um die Ecke und liefen zu der besagten Adresse. War gespannt, wie wir da eine Probefahrt machen sollten. Die Freundin blieb in meinem Auto. Wollte warten.

Die Adresse war ein Hochhaus mit vielen vielen Wohnungen und leerem Parkplatz. Ich schrieb den Verkäufer an. Er würde runterkommen. Während wir warteten, entdecken wir das Auto aber auch schon und inspizierten alles.

Der Mondeo hatte eine Rechnung über 1800 Euro beiliegen. Neue Allwetterreifen, neue Bremsen und neuen TÜV. Als der Verkäufer (ein vll 25 jähriger Rumäne) zu uns gestoßen ist, erzählte er das der Wagen für seine Frau wäre, die aber nicht mit Schaltung fahren kann. Jetzt muss der Wagen eben weg.

Der Typ war mega nett und leicht hektisch. Er zeigt uns alle möglichen Dinge am Auto und erklärte was er bereits alles getauscht hat. „Alles Bosch“ – sagte er in jedem zweiten Satz. Der Junior schien schock verliebt zu sein. Ins Auto, wie in den Verkäufer. Leider sprang der Wagen nicht an. Batterie leer. Der Verkäufer telefonierte nach einem Überbrückungskabel und wir chillten.

Ich machte ein Bild und schickte das an die Damen. Und wenn man schon so entspannt an dem Auto steht, dann ist ja eigentlich klar das man sich schon entschieden hat.

Der „Alles-Bosch“-Verkäufer bekam aber kein Kabel. Junior war aber schon Feuer und Flamme und so entschieden wir: Wir kaufen ein Überbrückungskabel und treffen uns in 30 Minuten für eine Probefahrt.

Teil der Serie: Das erste Auto

Mobil sein – so wichtig. Aber zu welchem Preis?