Das Blechdach des Carports hatte ich erfolgreich reparieren können, den hinteren Anbau musste ich aber noch abdichten und das war leider etwas aufwändiger.

Der Anbau ist eine einziges Pfuschmeisterwerk. Damals relativ schnell hochgezogen und mit eine Pappdach bezogen. Hatte als Fahrradunterstand vollkommen ausgereicht. Irgendwann hat die Bude ja gebrannt und ich hab dann ein neues Dach drauf gemacht. Das Dach bestand aus Verlegeplatten dich ich auf die vorhanden Sparren geschraubt habe. Auf den Verlegeplatten dann Dachschindeln genagelt. Die Sparren waren aber in einem zu großen Abstand gesetzt und so waren die Stösse der Verlegeplatten nicht auf dem Sparren sondern irgendwo in der Mitte. Mit der Zeit sind dort dann Kuhlen entstanden in denen sich das Wasser gesammelt hat und naja… das ganze Dach dann eben undicht wurde.

Richtig wäre es jetzt sicher: Alles runter. Sparren richtig setzen, neue Verlegeplatten drauf und dann irgendwas zum Abdichten drauf.

Aber nein – so macht der Alex das nicht. Das hätte wieder extrem viele neue Aufgaben geschaffen (das Zeug entsorgen, daraus entstandene Schäden an der „Fassade“ ausbessern. Tausend Sachen von linke nach rechts nach vorne und nachhinten umlagern und so weiter.

Gar keine Lust drauf. Ich kaufte also neue Verlegeplatten und spackte die einfach auf das vorhanden Dach. Jetzt aber im „Kreuzverbund“. Dabei bin ich einem ins leere getreten. An der Stelle waren die alten Verlegeplatten doch etwas zu sehr morsch. Ich sog von unten weitere Sparren und Querträger ein und verschraubte dies sorgfältig. Jetzt war das Dach wieder sauber begehbar. Ärgerlich war, das ich den ganzen warmen und trockenen Sommer gewartet hatte, aber gut war, das ich dabei entdeckt habe, das die monströse Kirschloorbeerhecke des Nachbarn so ein dichtes Blätterwerk hat, das den Regen zurückhält und so Pfützen auf dem Dach entstehen läßt.

In einer kleinen Sidequest beschäftige ich mich also gut drei Stunden damit, die Hecke soweit zurück und runter zu stutzen das zwischen Gebäude und Hecke ein Luftspalt von gut 40cm entsteht und freue mich die Tage darauf über den Trockungseffekt.

Bei der Gelegenheit finde ich Tunnelanlagen von Nagetieren die zu dem Regenabfluss führt der wiederum zum Regenvorfluter führt der wiederum voller solcher Nagetiere ist. Ich verschließe alles mit Sand und verdichte das ganze und räume hier alles frei und auf. Da wo sich die possierlichen Tierchen nicht verstecken können, fühlen die sich auch nicht wohl.

Nach dem das Dach wieder trocken ist besorge ich mir an einem sonnigen Samstag morgen neue Dachschindeln und Nagel diese sorgfältig aufs Dach. Dabei muss ich feststellen, das es in 2,5 Meter Höhe gleich doppelt so warm ist, das ich auf so einem Dach lieber krabbel als stehe und das krabbeln extrem Anstrengend ist. Am Ende des Tages bin ich durchgeschwitzt das Dach aber trocken. Einige Tage später gibt es wieder einen Starkregen und ich luscher vorsichtig in den Anbau rein – und freue mich über die Trockenheit.

Haus und Garten

Wer ein Eigenheim besitzt, der hat immer was zu tun. Da kann man schon mal was von erzählen.