„He, Papa. Hast schon gesehen. Tesla baut nen Auto das fliegen kann.“, sagt mein Sohn. „Ja … klar“, sag ich und lass mir das Video abspielen. Und dann wickelt sich eine Kausalitätskette in meinem Gehirn ab, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

„Hey, Gehirn !!!! Geht so was?“

„Was jetzt? Das ansaugen oder das die Steuerraketen?

„Beides … das was das Aut halt kann.“

„Space-X hat das ja für seine ollen Raketen entwickelt. Scheint also zu gehen. So richtig neu ist das aber ja nicht. Das Prinzip gibt es schon in Jet-Packs seit den 1960 Jahren (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Raketenrucksack) und ist unbrauchbar. Kann nur kurz genutzt werden, mit wenig höhe und mega gefährlich weil es kein Fallback gibt. Stürzt man ab, stürzt man ab.“

„Ja, aber hier ist es ja ein Auto. Da hat man ja mehr Platz für das Gas“

„Richtig, aber auch viel mehr Gewicht. Ein Tesla wiegt 2 Tonnen. Wie viel „Treibstoff“ braucht man da wohl um diesen vom Boden abheben zu lassen?“

„Kein Plan.“

„Kann man ja mal nachrechnen. Aber der Energieaufwand muss sehr hoch sein“.

„Ja, aber man kann fliegen.“

„Kurz, uns sicher nicht im öffentlichen Straßenverkehr. Das wird nirgends erlaubt werden. Das Ding ist laut und die kalte Luft, Nebel, Gas … was auch immer da ausströmt hat extremen Einfluss auf alle anderen Verkehrsteilnehmer. Selbst wenn irgendeine Verkehrsbehörde darauf scheißen würde, würde die Fahrer solcher Teslas sicherlich nicht sehr beliebt sein.“

„Und das ansaugen.“

„Sicherlich ein denkbares Konzept. Unterdruck wird ja z.B. im Handwerk genutzt um große Scheiben und Platten zu tragen. Da hat man einen Saugnapf und die Luft wird abgezogen und dann hat man einen Griff an der Platte. Aber wehe da ist auch nur eine minimale Unebenheit, dann ist der Unterdruck sofort weg und die Platte fällt. Sicherlich kann man das mit viel Energie kompensieren. Viel Energie.“

„Ja, aber es gibt doch bestimmt verrückte Supermilliardäre die so was wollen.“

„Sichi. Die Frage ist nur, warum sollte ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen so was entwickeln. Man nimmt ja nicht einfach die Technik aus der Rakete und steckt die in ein Auto. Das muss angepasst, berechnet werden. Die Steuersoftware muss entsprechen entwickelt und ins Autosystem integriert werden und so weiter. Ich zweifel sehr daran, das sich der Aufwand lohnt um das für 3 oder 4 Spinner umzusetzen.“

„Hm“

„Das Internet ist voll von „Ist das ein KI Video?“ … ich sag: Das ist nur ein gut gemachter Zaubertrick. David Copperfield war am Start. Vorne die Bühne mit dem ollen Ficker und dem anderne im Bild. Weiter hinten im die Show. Tiefschwarze Nacht. Dann alles Tag hell und der Zaubertrick. Pffffft hier und pffft da. Rauch und Qualm. Das ist alles super um Seile und Mechanicken zu verstecken und optische Täuschungen zu erzeugen.

Das war zwar alles nicht sehr billig (die Ehrlich Brothers berichten das die Entwicklung Ihrer Tricks gerne mal 3 Millionen kosten). Aber sicher gut bezahlbar also die unnütze Entwicklung eines Raketen betriebenen PKW.“

„Aber warum?“

„Geld und Fame. Positive Berichterstattung, sich einen Namen machen. Gegen die Chinesische Konkurrenz ankacken, den Aktienkurs in die Höhe und damit den Wert des Unternehmens treiben. Das Reservieren eines Roadsters kostet 5k per Sofortüberweisung und weiteren 45k innerhalb von 10 Tagen. Also vielleicht auch nur ein riesen Scam“.