Ich bin Teil des Problems – Teil 1

Wer meinen Blog liest oder mich privat schonmal auf das Thema Schule angesprochen hat, wird wissen: Ich bin kein Freund der Schule.

Das war ich als Schüler nicht. Und jetzt als Vater, dessen Sohn nicht sehr motiviert ist, noch viel weniger. Wobei Motivation vielleicht nicht wirklich das große Problem ist. Auf jeden Fall waren die letzten Wochen mit Home Schooling wirklich nicht einfach, denn jetzt musste ich mich damit herumschlagen. Denn die Option mit den Lehrern in Kontakt zu treten gab und gibt es für meinen Sohn nicht. Denn in 7 Jahren Schule ist die Lehrkraft zum Gegner geworden. Mal mehr mal weniger. Aber insgesamt niemanden dem man vertrauen kann.

Wie auch immer werden mir die bestehenden Probleme immer mehr bewusst. Leider ändert das kein bisschen meine Sicht und Meinung auf bzw. über die Schule. Leistungsorientierung, die unserem System zugrunde liegt, hat die bestehenden Probleme nur verstärkt und sogar neue Problem aufgemacht. Wenn jemand dir immer suggeriert du bist schlecht, dann sind selbst ernstgemeinte Hilfsangebote scheiße. Ganz einfach.

Naja, es ist wie es ist. Ich werde im Schulleben meines Sohnes keine Lösung mehr dafür finden. Wir müssen weiterhin nach einem Weg suchen, wie mein Sohn da einigermaßen durchkommt. Und hoffen das sich was ändert, wenn nur immer mehr betroffene darüber sprechen. Und zwar nicht vorwurfsvoll, sondern konstruktiv.

Und das ist vielleicht die beste Erkenntnis der letzten Wochen: Ich bin Teil des Problems.

2 Kommentare

Holger 29. Juni 2020 Antworten

Wir haben doch schon festgestellt:
Nicht für das Leben sondern für die Schule lernen wir.

alphathiel 30. Juni 2020 Antworten

Das stimmt … das hast du mir schon vor 7 Jahren beigebracht. Und das hat mich durch die letzten Jahre getragen. Aber es wird zunehmend schwieriger. Das kann man nur mit Bier besprechen…

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