Seit vielen Jahren verfolge ich diverse Blogs und Online Portale über deren RSS-Feeds. Dabei hab ich eine Flut von ca. 200 Beiträgen pro Tag. Vieles davon ist nicht weiter erwähnenswert, aber zu manchem habe ich aber doch eine Meinung. Ich will aber nicht auf den Seiten kommentieren, das Volk ist mir da zu anstrengend. Also kommentiere ich hier, den hier bin ich mein eigener Herr.

Behindert hab ich gesagt

Auf vice.com schreibt Jasper Ben Reichardt davon, wie es ist in einem Rollstuhl zu sitzen. Eigentlich will er der Welt aber nur sagen wie Scheisse er es findet, das man Ihn auf seinen Rollstuhl herunterbricht:

Mein Rollstuhl ist wie ein Paar Schuhe für mich. Ein Utensil. Eine Hilfe. Umso nerviger ist es, ständig zum großen Teil auf dieses Utensil reduziert zu werden. Ich weigere mich vehement, durch den Rollstuhl definiert zu werden. Manche sozialen Erfahrungen, die man im Laufe von zehn Jahren macht, geben mir allerdings das Gefühl, dass ich auch unfreiwillig dadurch tatsächlich definiert werde.

Der Mensch ist aber nun mal so. Er betrachtet seine Mitmenschen, sucht sich ein herausstechendes Merkmal und nimmt dieses als Aufhänger für das kommende Gespräch oder das verhalten gegenüber dieser Person. Ich bin ein 1,97 großer, etwas übergewichtiger Mann mit Glatze. Was sind wohl die Hauptthemen mit Fremden? Richtig. Größe, Gewicht und Haarfrisur. Wenn ich dann den Fehler mache und von meinem Arbeitgeber berichtet muss ich mir die Geschichte von dem bekannten mit seinen Internetproblemen anhören. Ich kann alle Rollstuhlfahrer also beruhigen. Ihr seit nichts besonderes. Nur das herausstechende Merkmal ist ein anderes.

Kritik an den Journalismus

Eine interessante Kehrtwende nimmt der Blogbeitrag von Novemberregen. Sie berichtet davon, gelesen zu haben das unser Sigmar auf sein Krankeskind aufpassen muss und daher nicht zur Arbeit erscheinen kann. Sieht stellt dazu diverse Fragen und ich denke das der Artikel auf die Schwierigkeiten abzielt die berufstätige Eltern so haben, ein Thema das mich aus eigener Betroffenheit immer sehr interessiert. Dann merke ich aber das ganz Subtil die Berichterstattung Ansich bemängelt wird. Natürlich ist es eigentlich keine Presseerklärung wert, das ein Vater sich um sein Kind kümmert. Eine Meinung hab ich auch dazu: Leider macht einem die Gesellschaft noch immer ein schlechtes Gewissen wenn beide Elternteile Vollzeitarbeiten.

Bin ich jetzt irgendwie falsch abgebogen?

Voraussage

In meiner Abteilung wird auch Entertain-Support gemacht und in dem Rahmen haben wir natürlich auch Kontakt zu 3D-TV. Ein entsprechendes Gerät ist da und eine Zeitlang ist jeder Besucher unseres Standortes zu uns gekommen um dieses 3D mal anzuschauen. Ich hab das Interesse daran nie verstanden und mir war immer klar das es nur ein Hype ist. 3D @home … nein das wird sich nicht durchsetzen. Und so ist es auch. Berichtet zumindest der Blog von Notebooksbilliger. Und da freu ich mich. Einerseits weil ich immer gerne Recht behalte und andererseits weil ich dann in vielen anderen Prognosen auch Rechtbehalten werden. Die da wären:

  • Smart Home wird immer Spinnerei bleiben da es einfach kein Sinnvolles Anwenderscenario gibt. Also kein Scenario das die Mehrkosten rechtfertigt.
  • in 10-15 Jahren dürfen nur noch LKW und PKW mit Assistentssystem auf Deutschen Autobahnen fahren. Die zwingen einem sich in einer der zur Verfügungstehenden Spuren ein zuordnen und führen einen dann vollautomatisch bis zur gewünschten Ausfahrt. Die Geschwindigkeit werden abhängig vom Verkehr geregelt (linke Spur maximal 160, rechte Spur maximal 120). Staus und Unfälle auf der Autobahn sind dann dank Schwarm-Intelligenz Geschichte.
  • Deutschland bleibt eine Demokratie und wandelt sich zu einem Mulitkulti-Staat. Ganz Deutschland wird zu einem großen Berlin. Trotz mehr Möglichkeiten der Überwachung bleibt der freie Wille des Bürgers gewahrt, auch Dank der Hilfe von Datenschützern und Anwälten und Politikeren die allem Unkenrufen zum Trotz uns zur Seite stehen.

Und der Absatz Voraussage enthält keinerlei Ironie.

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