Der Windows und der MAC User bekommt von der Telekom ein Stück Software spendiert um die MagentaCLOUD mit seinem System zu synchronisieren. Für Linux bietet die Telekom so etwas nicht an, macht aber nichts. Denn natürlich gibt es alternativen. Die funktionieren genauso gut und man ist selber noch Herr über die Lage und kann die Synchronisierung steuern. So will man das als Linux-User.

Vorbereitend bitte die MagentaCLOUD per WebDAV mounten wie im Absatz „Unter Linux (Ubuntu / Debian / Raspi) über die Konsole“ beschrieben.

Jetzt benötigen wir eine Software zum synchronisieren. Da bietet sich Unison an. Dazu im Terminal (Alt-Strg-t) den Befehl:

sudo apt-get install unison-gtk

eingeben und abschicken. Jetzt bitte einmal

unison

ins Terminal hacken und abschicken. Damit wird im Home-Verzeichnis das Unterverzeichnis .unison erstellt. Also nächstes braucht es ein Zielverzeichnis für die Synchronisierung. Klassischerweise liegt dieses im Home-Verzeichnis. Da wir uns ja schon im Terminal befinden, machen wir dit auch im Terminal.

cd /home/linuxbenutzername
 mkdir magentacloud

Jetzt wechseln wir in das .unison Verzeichnis

cd /home/linuxbenutzername/.unison

um hier ein neue Konfigurationsdatei

nano magentacloud.prf

im Editor nano zu erzeugen. In diese schreiben wir:

# Unison preferences
 auto = true
 fastcheck = true
 fat = false
 label = Bilder aus der MagentaCLOUD
 log = true
 repeat = 5
 root = /home/linxubenutzername/magentacloud
 root = /media/magentacloud
 silent = true
 watch = true

Und speichern die Eingabe mit Strg+X.

Aber was soll das alles?

  • auto sorgt dafür das kein Fragen gestellt werden, fastcheck für eine schnellere Synchronisation
  • fat wird nur dann benötigt wenn eines der Laufwerke eine FAT32-Partition ist. In unserem Beispiel also überflüssig
  • label ist nur für die grafische Oberfläche
  • log sorgt dafür das die Synchronisierung geloggt wird. Wenn alles funktioniert kann man log auch auf false setzen
  • repeat ist die Anzahl an Wiederholungen wenn es Probleme gibt.
  • silent sorgt dafür das am Bildschirm nichts ausgegeben wird
  • watch sorgt dafür das permanent nach Veränderung geschaut wird.

Unsion hat noch zahlreiche weitere Optionen, aber die da oben passen für mich ganz gut.

Jetzt geht es wieder zurück ins Home-Verzeichnis des Users. Dann wid dort ein Shell-Skript angelegt:

cd
 nano magentacloud.sh

Hier wird

#!/bin/bash
 mount /media/magentacloud/
 unison magentacloud

eingetragen. Der erste Befehl sorgt dafür das beim ersten Aufruf des Skripts sichergestellt ist, das die WebDAV-Verbindung besteht (vor allem nach dem Reboot wichtig). Der zweite Befehl startet die Synchronisierung.

Nach dem die Datei gespeichert ist muss diese noch ausführbar gemacht werden.

chmod +x magentacloud.sh

Will man das ganze starten, also einfach

./magentacloud.sh

ins Terminal hacken. Aber natürlich kann man das ganze auch automatisch beim booten ausführen. Dazu rufen wir über das Menü das Tool Startprogramme auf. Hier dann über Hinzufügen / Benutzerdefinierten Befehl das oben erzeugte Shellskript auswählen und fertig.

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