Anarchie ist für viele Gleichbedeutend mit Chaos und Gewalt. Dabei ist Anarchie viel mehr geben und nehmen als hauen und klauen. Die Grundidee der Anarchie ist nämlich nicht, das der Stärkste herrscht sondern das die Gesellschaft aus der Gesellschaft heraus sich selber bestimmt. Keine Führungsebenen, keine Volksvertreter irgendeiner Art. Ein friedliches Miteinander in dem jeder alles erhält und gleichzeitig alles gibt.

Wie konnte es nur dazu kommen, das dieses visionären Konzept  ein solch schlechtes Image bekommen hat. Letztendlich liegt das wohl an der Punk-Bewegung und sicher auch aus den Kommunen die freie Liebe und Triebe zelebrieren. Sicher aber auch durch all die getrieben die in der Anarchie etwas zu verlieren haben. Politiker und Wirtschaftsbosse.

Aber warum schreibe ich das?

Nicht weil ich ein Anarchist bin oder auch nur im Ansatz daran glaub das die Anarchie funktionieren könnte. Es würde der Anarchie wie allen anderen Systemen gehen die im kern total gut klingen. Einige wenige Personen oder Gruppen würden die Macht an sich ziehen und Ihren Profit daraus schlagen. Ganz klar. Das passiert in der Demokratie zwar auch, aber in der Demokratie besteht wenigstens eine Chance ein absolut selbstbestimmtes Leben zu führen und an der Entwicklung der Gesellschaft teilzuhaben.

Aber auch darum soll es ja gar nicht gehen. Es soll darum gehen das in unserer Gesellschaft eine zunehmende Entmündigung des Bürgers stattfindet. Regelwerke und Gesetze dringen immer weiter ins Privatleben eines jeden von uns vor. Und das nervt. Gefüllt täglich werden neue Gesetze eingeführt die irgendwas regeln was eigentlich schon geregelt ist. Nur damit jemand denkt das ein anderer etwas macht. Und was macht das Volk? Es applaudiert oder es ist ihm noch nicht genug geregelt und es wählt AfD oder geht vor Gericht.

Und hier rufe ich nach Anarchie und bekomme verwunderte Blicke zu sehen …. ja so ist das.

 

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